Aus E-Online.de wird das ELKO

Am 10.03.2003 erreichte mich per Gerichtsvollzieher eine beglaubigte Abschrift einer einstweiligen Verfügung.
Der Beschluss des Landgericht Hamburg hat mir darin die Nutzung der Bezeichnung "E-Online" in jeder schreibweise als Kennzeichnung eines Internet-Angebotes zum Thema Elektronik, Computertechnik, Kommunikationstechnik und Sicherheitstechnik und die Nutzung des Domain-Namen "www.e-online.de" verboten.
Antragstellerinnen der einstweiligen Verfügung sind die T-Online International AG und die Deutsche Telekom AG vertreten durch einen Rechtsanwalt.
In der Antragsschrift wird mit der Verwechslungsgefahr zwischen "E-Online" und "T-Online" argumentiert. Ebenfalls ausschlaggebend sind die Gewinnerzielungsabsichten die ich mit "E-Online" entwickelt habe. Als Anlage zur Antragsschrift wurden viele kommentierte Screenshots beigefügt, die die Argumente belegen sollten.

Folgende Gründe haben mich veranlaßt der eV zuzustimmen und auf die Bezeichnung "E-Online" und den Domain-Namen "e-online.de" zu verzichten: Am 11.03.2003 habe ich mich kurzfristig für die neue Domain "elektronik-kompendium.de" mit der Kurzbezeichnung "das ELKO" entschieden. Den entsprechenden Domain-Namen habe ich am 14.03.2003 registrieren lassen.
Im Zeitraum zwischen 16.03.2003 und 20.03.2003 habe ich dann alle notwendigen Arbeiten für eine Domain-Umstellung durchgeführt.

Am 25.03.2003 habe ich bei meinem Hoster Schlund + Partner die Domain "e-online.de" dekonnektieren lassen. Am Tag darauf, dem 26.03.2003, war ich kurz vor 6.00 Uhr nicht mehr als Domain-Eigner beim Denic eingetragen.
Die Domain "e-online.de" wurde dann kurz darauf von der Rechtsabteilung der Denic kommisarisch registriert. Als Domaininhaber wurde die Deutsche Telekom AG eingetragen.

Am gleichen Tag hat meine anwaltliche Vertretung (Fr. RAin Christina Wieland, Ludwigsburg) einen Kostenwiderspruch beim zuständigen Landgericht Hamburg beantragt.

In einem vorrausgegangenen Schriftwechsel der Firma T-Online (anwaltlich Vertreten) und mir (anwaltlich Vertreten) haben wir uns am 23.04.2003 auf folgendes geeinigt: Jede Partei trägt in dieser Angelegenheit die eigenen entstandenen Kosten (Gerichts- und Anwaltskosten).

Kosten durch den Kostenfestsetzungsbeschluss durch das Landgericht Hamburg:EUR 1.387,00
(bezahlt durch T-Online/Deutsche Telekom)
Kosten durch die Kostenrechnung des Landgericht Hamburg:EUR 856,00
(bezahlt duch T-Online/Deutsche Telekom)
Eigene Rechtsanwaltskosten:EUR 2.587,73
(selber beglichen)

Mit einem letzten Schreiben vom 22.05.2003 gilt diese Angelegenheit als abgeschlossen.

09.06.2003, Patrick Schnabel

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